Moor-und Heidelandschaft Simmerath

Werden Sie Zeitzeuge aus der düsteren Vergangenheit
4,60 Km

Die Gemeinde Simmerath ist am Rande des Hohen Venn im Deutsch-Belgischen Naturpark und seit 2004 am Nationalpark Eifel gelegen. Von der Ortsmitte in Simmerath geht es über den Kranzbruch, an Westwall und Vennbahn entlang bis zum Friedenskreuz. An einer Grillhütte kann Rast gemacht werden. Danach geht es zurück nach Simmerath. Eine detaillierte Wegbeschreibung finden Sie auf meiner outdooractive Seite.

volle Distanz: 4.63 km
Maximale Höhe: 545 m
Minimale Höhe: 514 m
Download

Weitere Infos zur Tour

Beschilderung:  Nicht durchgehend beschildert, Stellenweise Moor-Route folgen, Wanderkarte mitnehmen oder GPS-Karte
Parkplatz:   Simmerath, Dohmenstraße am Wegrand
Start :  Über Kranzbruch Westwall und Vennbahn bis Friedenskreuz
Tipps:  Wanderschuhe, ansonsten normale Wander-Freizeitkleidung. Nehmen Sie Getränke mit. Einkehrmöglichkeit in Simmerath
Schwierigkeit: Eine Wanderung ohne große Schwierigkeiten.

Panzersperren in Simmerath (Westwall)

Der Westwall
Nach dem Ersten Weltkrieg bauten viele Staaten in Europa aufwändige Grenzbefestigungen. Man glaubte, durch die abschreckende Wirkung dieser modernen Verteidigungsanlagen Konflikte in Zukunft verhindern zu können. Der Ausbau an der deutschen Westgrenze erfolgte ab 1936 in mehreren Phasen. Von den Nationalsozialisten als „Schutz- oder Friedenswall im Westen“ propagiert, war der Westwall jedoch Teil der Kriegsvorbereitungen des Deutschen Reichs. Zu den heute noch sichtbaren Überresten des Westwalls zählen vor allem Panzersperren (Höckerlinien) und Bunker.

Die Panzersperre bei Simmerath
Die Panzersperre westlich von Simmerath ist Teil eines über zwölf Kilometer langen, fünfzügigen Hindernisses, das sich zwischen Monschau-Hargard im Süden und Lammersdorf-Waldsiedlung im Norden über die Hochfläche des Monschauer Heckenlandes erstreckt. Es sollte feindliche Panzer davon abhalten, sich den Bunkerstellungen bis auf eine günstige Schussposition zu nähern. Die ab 1939 gebauten fünfzügigen Höckerlinien waren auf Panzer mit einem Gewicht bis zu 36 Tonnen ausgelegt.
Ein 13,45 Meter breites Betonhöckerhindernis bestand aus „drei parallel verlaufenden Fundamenten, von denen die beiden Feindseitigen einen Querschnitt von 0,8 x 0,8 m hatten. (…) Die beiden rückwärtigen Fundamente waren (…) durch rechtwinklig verlaufende Querfundamente (Abstand jeweils 2,20 m, abwechselnd 2 oder 3 Höcker) verbunden. (…) Die Höcker der Querfundamente senkten sich zur Freundseite hin ab und nur der letzte, 1,5 m hohe Höcker stand etwas höher. (…) Im Westwall wurden bis 1940 etwa 76,18 km dieses Typs gebaut, davon 42,6 km in NRW.“ (Groß 1989, S. 226, vgl. auch die Abbildung in der Mediengalerie).
Nach der deutschen Propaganda aus der Bauzeit galt der Westwall als „unbezwingbar“. Dass dieses nicht der Fall war, sollten die Kriegsereignisse von 1944/45 zeigen.

Die Kämpfe am Westwall bei Simmerath
Am 14. September 1944 griffen Teile des US-Infanterie-Regiments 39 von Roetgen kommend an und besetzten das vor dem Westwall gelegene Lammersdorf. Simmerath wurde am 29. September erreicht, dann aber wieder von der 272. Volksgrenadierdivision besetzt. Das Gebiet westlich und südlich von Simmerath blieb über Monate zwischen beiden Fronten. Mitte Dezember 1944 nahmen Teile der 78. US-Infanterie-Division schließlich Simmerath ein. Der Westwallabschnitt im Bereich des heutigen Rundweges bis nach Imgenbroich wurde aber erst Ende Januar endgültig amerikanisch besetzt.

Die Panzersperre Kranzbach bei Simmerath ist eingetragenes Bodendenkmal. *

*Text übernommen:Panzersperre bei Simmerath”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-UM-20130327-0005

[wpgmza id="206"]

Anmerkungen zum Download

  • Ich  weise ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der von mir zur Verfügung gestellten GPS Dateien unverbindlich ist. Alle Touren wurden von mir nach bestem Wissen und Gewissen geplant.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass die gelisteten Touren zum Teil erhöhte Anforderungen an Ausdauer, Kondition und körperliche Verfassung stellen. Für mögliche Folgen einer fehlerhaften nutzerseitigen Einschätzung eigener Leistungs- und Belastungspotentiale kann keine Verantwortung übernommen werden.
  • Wiederholte Tourenbegehungen mit dem Ziel der Anpassung vorgenommener Beschreibungen an zwischenzeitlich eingetretene Veränderungen sind nicht vorgesehen, sodass von den Nutzern dieser Seite mögliche Änderungen z.B. bei Wegführung und –beschaffenheit oder bei den gastronomischen Angeboten einkalkuliert werden müssen.
  • Ein Gedanke zu „Moor-und Heidelandschaft Simmerath

    • 13. April 2017 um 10:03
      Permalink

      Brandon James
      13.08.2016
      Nice little hike and good for children. One stretch is on a country ride, but not many cars driving on it.
      Bewertung: 3 Sterne

      Community outdooractive
      Übersetzt:
      “Schöne kleine Wanderung und gut für Kinder. Die Strecke ist nahe einer Landstraße aber nicht viele Autos fahren auf sie.”

      Antwort

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.