Wüstung Wollseifen

Auf der Dreiborner Hochfläche inmitten des Nationalparks Eifel liegt das tote Dorf Wollseifen. Die Einwohner des Dorfes mussten ihre Heimat 1946 auf Geheiß des britischen Militärs verlassen und konnten nie zurückkehren. Seit der Einrichtung des Nationalparks Eifel ist es aber für Wanderer zugänglich. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschloss die britische Militärverwaltung, auf der Dreiborner Hochebene einen Truppenübungsplatz anzulegen. Die Ortschaft Wollseifen lag mitten auf diesem Gelände und wurde daher geräumt. Im Jahr 1946 mussten die rund 500 Einwohner ihr Dorf innerhalb von drei Wochen verlassen. 1950 übernahm das belgische Militär den Truppenübungsplatz. Im Laufe der Jahre wurden die Häuser des Dorfes durch militärische Manöver weitgehend zerstört; die Witterungseinflüsse trugen zusätzlich zum Verfall bei. Die zwischen 1981 und 1990 aufgebauten steinernen Attrappen dienten den späteren Nato-Truppen dazu, den Nahkampf zu üben. Heute liegt die sogenannte Wüstung Wollseifen auf der Dreiborner Hochfläche mitten im Nationalpark Eifel. Zu sehen sind noch einige historische Gebäude: die Ruinen der Kirche St. Rochus, Teile der alten Dorfschule, Überreste vom Transformatorenhäuschen und vom Bilderstock am Ortseingang. Wollseifen ist heute ein Ort der Stille. Anhand von Infotafeln und einem barrierefreien Tastmodell des Dorfes können sich Besucher einen Überblick über die Geschichte und das frühere Aussehen des Ortes verschaffen. Die Kirche wurde von vielen ehrenamtlichen Helfern instand gesetzt und einmal jährlich findet hier anlässlich des Patronatsfestes ein Gottesdienst statt.  Text entnommen Stadt Schleiden.

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