Biber-Touren

Leider kriegt man Biber nur selten zu Gesicht. Seine Anwesenheit an einem Gewässer lässt sich aber über zahlreiche verschiedene Spuren nachweisen.

Zum Bauen von Burgen und Dämmen sowie zur Beschaffung von Nahrung fällen Biber Bäume. Meist sind dies weiche Hölzer (Weiden, Pappeln) mit dünnem Stamm (10 - 30 cm Durchmesser), aber gelegentlich auch Bäume mit größerem Durchmesser. Sie brauchen dann nur entsprechend länger. Während eine 20 cm-Durchmesser-Weide in einer Nacht gefällt werden kann, braucht es für eine 50 cm-Buche schon mal mehrere Monate.

Biber bauen an kleineren Gewässern Dämme um Wasserstände zu erhöhen und so die Umgebung "bibergerecht" zu gestalten. Dann liegen die Eingänge zu ihren Bauen unter Wasser und es können sich sogenannte Biberteiche bilden. Als guter Schwimmer nutzt der Biber diese, um Nahrung und Baumaterial zu transportieren und auch neue Kanäle in den angrenzenden Flächen anzulegen.

Entlang eines Gewässers benutzten Biber bei der Nahrungssuche oft dieselben Pfade. Im Sommer erreichen sie Futterplätze mit Gräsern und krautigen Pflanzen und sie transportieren Äste und Zweige zum Wasser und zum Bau. Dadurch wird der Boden abgeschabt. An den Pfadenden sind im Wald meist abgenagte Bäume zu finden. *

*Text und Bilder entnommen vom "Bund Landesverband NRW", Bilder © Gerhard Schwab

 
 

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